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360-Grad Foto & Video: 1 Shooting und 5 Anwendungen

360-grad-video

Unser Credo bei K3 war schon immer Effizienz bei der Videoproduktion. Auch bei 360-Grad-Video-Produktion. Die Idee: Einmal produzieren – vielfach verwenden. Kleiner Aufwand – großer Effekt! Besonders gut zeigt sich das bei unserem 360°-Projekt für die IHK-Krefeld, die nun ihre neuen Räumlichkeiten auf allen wichtigen Web-Plattformen präsentieren kann.

Wie sich mittels genauer Planung und durchdachter Konzepten an nur einem Drehtag mehrere Videos produzieren lassen, das ist Brot und Butter jeder unserer Produktionen. Unseren Content wiederum auf spezielle Zielgruppen und verschiedene Handlungsaufforderungen zuzuschneiden und dann gezielt auf allen relevanten Plattformen zu platzieren, das ist ein ebenso wichtiger Bestandteil unserer Strategie. So vervielfacht sich der Effekt einer einzelnen Videokampagne, der Aufwand hingegen ist nicht größer als bei „herkömmlichen“ Produktionen. Wie so eine Produktion bei uns aussieht, das erklären wir hier einmal am Beispiel unseres 360°-Projektes für die IHK Krefeld.

Über den Einsatz von 360-Grad-Content im eCommerce im IHK-Onlinemarketing-Blog: „…wie holt man das Meiste aus dem neuen Trend heraus? Wie sehen die richtigen Inhalte dafür aus? Ein paar Einblicke aus dem Erfahrungsschatz einer Online-Marketing-Agentur.“

Rundgang durch die neuen Schulungsräume der IHK Krefeld

Gegenstand dieser Produktion waren moderne Schulungsräume in einem brandneuen Schulungstrakt der IHK Krefeld. Um diese Räume, oder andere Umgebungen wie den neuen Parkplatz, realitätsgetreu abzubilden, sind 360°-Aufnahmen das ideale Medium. Wie vielseitig man das 360°-Bildmaterial nutzen kann, einerseits durch die Verquickung mit Audio-Inhalten, andererseits durch die unterschiedlichen Möglichkeiten der Web-Plattformen, die 360°-Content darstellen können, sieht man anhand unseres Produktionsablaufs. Nur durch die Kombination verschiedener Medien und Plattformen ließ sich das Ziel erreichen, den Zuschauern nicht nur die neuen Räume zu zeigen, sondern ihnen auch zu erklären was sie gerade sehen und welche Annehmlichkeiten das neue Bauwerk für sie zu bieten hat.

Exkurs: 360-Grad-Foto und -Video erlaubt keine freie Bewegung im Raum. Warum das so ist, was also der Unterschied zwischen VR und 360-Content ist, hatte Gerd in diesem Facebook-Post erklärt. Den Unterschied zwischen 360-Video und Video-VR hingegen hatte er in dem Beitrag #360Video + #VideoVR: 2 Varianten des 360 Grad Video´s (Auftakt für #VideoReality) beschrieben. Mehr zum Thema 360-Grad-Video in seinem IHK-Vortrag Abrocken mit 360-Grad-Videos und -Fotos (Video-Zusammenschnitt) und / oder dem Zusammenschnitt des Livestreams #HighnoonK3 zum Thema 360-Video.

Produktionsablauf eines 360°-Shootings

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sowohl 360°-Fotos, als auch Videos herzustellen. Sie unterscheiden sich im Produktionsaufwand ebenso wie in der Qualität des Endprodukts – von nichts kommt nichts! Auch wenn es immer mehr 360°-Foto- und Videokameras in handlichen Formaten und mit kinderleichter Bedienung gibt, erreichen diese Consumer-Lösungen nicht die Qualität, die ein professioneller Auftritt verlangt.

Daher haben wir uns für eine Lösung entschieden, die mit einem höheren Produktionsaufwand verbunden ist, im Gegenzug aber sehr ansehnliche Ergebnisse liefert (der erhöhte Produktionsaufwand verblasst im Vergleich zu den vielseitigen Verwendungszwecke des Bildmaterials). Eine aktuelle DSLR-Fotokamera mit einem Fischaugen-Objektiv, befestigt auf einem speziellen Stativ, ermöglicht das Zusammensetzen einer hochauflösenden Fotosphäre aus insgesamt zwölf Einzelaufnahmen.

Der Fotograf bestimmt zunächst den Standort der Kamera, der auch den späteren Standort des Zuschauers in der Sphäre darstellt. Durch das spezielle Objektiv der Kamera wird mit einer einzelnen Aufnahme ein Blickwinkel von beinahe 180° abgebildet. Das entspricht etwa dem natürlichen Gesichtsfeld eines erwachsenen Menschen. Die besondere Befestigung der Kamera auf dem Stativ erlaubt es dem Fotografen, die Kamera zwischen jeder Aufnahme um genau 90° zu drehen. Er macht ein Foto, dreht die Kamera um 90°, macht ein weiteres Fotos, dreht nochmals 90° weiter, und so weiter. Hat er in alle vier Himmelsrichtungen ein Aufnahme gemacht, lässt sich daraus mittels spezieller Software eine 360°-Fotosphäre herstellen.

Alles im rechten Licht – Die HDR-Fotosphäre

Um die Qualität der Aufnahmen noch weiter zu erhöhen schießt der Fotograf in jede Richtung nicht nur eine, sondern gleich drei Aufnahmen. Jeder der sich schonmal mit Fotografie oder Videografie beschäftigt hat, kennt das Problem extremer Lichtsituationen. Will man zum Beispiel eine Person vor der untergehenden Sonne fotografieren, wird man vor die Wahl gestellt: Stellt man die Kamera so ein, dass die Person gut zu erkennen ist, sieht man den Sonnenuntergang nicht mehr. Es bleibt nur noch ein heller Fleck zu sehen, und alle Details des schönen Abendhimmels sind verloren. Stellt man die Kamera nun so ein, dass der Sonnenuntergang gut zu sehen ist, bleibt von der Person nur noch eine schwarze Silhouette. Der Helligkeitsunterschied zwischen der Person und der Sonnen ist so groß, dass die Kamera nur eines von beiden korrekt belichten kann.

Bei unserer Produktion für die IHK tritt dieses Problem ebenfalls auf, zum Beispiel im Foyer. Dort bieten große Fensterscheiben einen Blick auf schöne Grünflächen und den neuen Parkplatz. Bei schönstem Sonnenschein ist es draußen aber viel heller als drinnen. Um die Bildelemente drinnen und draußen korrekt zu belichten, bedient sich der Fotograf einer Technik namens High Dynamic Range (HDR). Er macht drei Aufnahmen: Die erste Aufnahme belichtet alle sehr hellen Bereiche korrekt, zum Beispiel den Parkplatz vor dem Fenster. Die zweite Aufnahme belichtet alle mittleren Bereiche korrekt, im Foyer ist das etwa die Theke. Die dritte Aufnahme bildet alle dunklen Bereiche korrekt ab, zum Beispiel Bereiche im Hintergrund, die kein Tageslicht vom Fenster abbekommen, oder alle anderen Bereiche die im Schatten liegen. Mittels spezieller Software können diese drei Aufnahmen in eine einzige verwandelt werden, bei der sowohl die hellsten als auch die dunkelsten Bereiche gut zu erkennen sind. Oder, um zu dem vorherigen Beispiel zurückzukehren: Sowohl die Person vor dem Sonnenuntergang, als auch der Sonnenuntergang selbst sind in allen Details zu erkennen.

So setzt sich die Aufnahme einer jeden Blickrichtung aus drei Bildern zusammen, alle Blickrichtungen aneinander gefügt ergeben eine 360°-HDR-Sphäre aus insgesamt zwölf Einzelbildern. Eine solche Sphäre haben wir von jedem point of interest im neuen IHK-Gebäude hergestellt. Doch unsere Ambitionen gingen über ein paar schöne Bilder hinaus, schließlich zählt bei uns die Kommunikation.

Lesetipp: Mehr zur 360-Grad-Foto-Produktion in meinem Zielbar.de-Gastbeitrag 360-Grad-Content – Wie du mit einfachen Mitteln den neuen Trend im Social Web bedienst

Der Weg zum Audio-Guide im 360°-Video

Jede Sphäre zeigt dem Zuschauer den gesamten Raum, die Blickrichtung kann er also selbst bestimmen. Was nun noch fehlt sind weitere Informationen, zunächst einmal was der Zuschauer gerade sieht bzw. wo er sich befindet, und nützliche Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Locations: Was kann man hier machen? Was ist das besondere an diesem Ort?

Wie eingangs erwähnt bieten die verschiedenen Web-Plattformen unterschiedliche Möglichkeiten 360°-Content mit weiteren Funktionen anzureichern. Daher rührt auch die vielseitige Verwendung von 360°-Bildmaterial das man ein mal produziert und dann vielfach verwendet. Da wir Fotosphären von jeder relevanten Location im und vor dem neuen Gebäudetrakt der IHK hergestellt haben, können wir auf unterschiedliche Weise einen Rundgang herstellen.

1: 360-Grad-Video-Rundgang auf YouTube (mit Audio-Guide)

YouTube zählt zweifelsohne zu den wichtigsten Video-Plattformen im Internet. Seit man dort recht einfach 360°-Videos veröffentlichen und abrufen kann, ist YouTube neben Facebook auch die wichtigste Plattform für 360°-Video. Um das Gesehene besser einordnen zu können, haben wir einen Audio-Guide produziert, der nützliche Informationen zu den einzelnen Locations liefert. Zu diesem Zweck haben wir unsere Fotosphären in ein 360°-Video verwandelt.

Das bringt einige technische und gestalterische Herausforderungen mit sich. Im klassischen Videoformat verfügen wir über viel mehr Kontrolle darüber, was der Zuschauer wie lange zu sehen bekommt. Beim Schnitt von klassischem Videomaterial achtet der Cutter also darauf, dass der Zuschauer stets orientiert bleibt, zum Beispiel in dem er den Wechsel zwischen zwei unterschiedlichen Räumen so eindeutig gestaltet, dass der Zuschauer sofort merkt, dass wir den Raum gewechselt haben. Da wir den Blick des Zuschauers in der 360°-Sphäre aber nicht mehr lenken können, wie es im klassischen Video der Fall ist, muss der Szenenwechsel anders gestaltet werden. Erfolgt er plötzlich und ohne Vorwarnung kann es schnell zur Desorientierung des Zuschauers kommen.

Aus dieser Problematik heraus wurde die 360°-Blende geboren. Mittels grafischer Elemente kündigt eine kurze und elegante Animation den Szenenwechsel an. Diese Einblendungen erstrecken sich über die gesamte Breite der Sphäre. Egal in welche Richtung der Zuschauer also gerade blickt, verenge die weißen Flächen am oberen und unteren Bildrand sein Blickfeld hin zur Mitte der Sphäre. Mit einer Wischbewegung decken wir sodann das verbleibenden Blickfeld ab und decken  das neue Bild auf. Da wir den Blick des Zuschauers durch diese Animation zur Mitte der Sphäre gelenkt haben, stellen wir sicher dass der Ortswechsel bemerkt wurde. Würden wir im Gegensatz dazu den Ortswechsel mit einem harten Schnitt vollziehen, während der Zuschauer vielleicht gerade richtung Boden oder Decke blickt, bestünde die Gefahr dass der Szenenwechsel entweder nicht bemerkt würde und/oder zu Verwirrung führen könnte.

2: 360-Grad-Video-Rundgang auf Facebook (mit Audio-Guide)

Neben YouTube ist Facebook inzwischen zu einer bedeutenden Plattform für Videos im Allgemeinen und Video-Marketing im Speziellen geworden. Da die Möglichkeit 360°-Content ohne Umwege abrufen zu können auch bei Facebook Fuß gefasst hat und dabei all die Vorteile des größten sozialen Netzwerks des Planeten bietet, lohnt sich die Verbreitung unseres Videorundgangs auf diesem Kanal allemal.

Der Unterschied zu der YouTube-Variante ist rein technischer Natur. Mit professioneller Video-Schnittsoftware lässt sich das Video in kürzester Zeit fit für Facebook machen.

3: 360°-Foto auf Facebook (ohne Audio-Guide)

Die 360°-Fotosphären können natürlich auch einzeln oder im Verbund auf Facebook gepostet werden. Im Gegensatz zur Video-Variante mit Audio-Guide kann das 360°-Foto durch den Inhalt des dazugehörigen Postings in einen anderen Kontext gerückt werden. So können Schulungsangebote von einer Fotosphäre des entsprechenden Schulungsraums begleitet oder gezielte Wegbeschreibungen visuell unterstützt werden. Das gibt zum Beispiel leicht zugängliche Auskunft über Ausstattung und Größe der Räume, oder aber Informationen über die Parkgelegenheiten vor dem Gebäude. Außerdem hat der Zuschauer alle Zeit der Welt sich in Ruhe umzusehen, während er im Video irgendwann zum nächsten Ort transportiert wird.

4: 360° Foto-Rundgang mit Holobuilder (mit Audio-Guide)

Eine besonders vielseitige und damit auf jeden Fall lohnenswerte Plattform für 360°-Foto-Content ist HoloBuilder. Mit dieser gratis verfügbaren Software lassen sich ganz individuelle und zielgerichtete Anwendungen verwirklichen. HoloBuilder muss dabei nicht heruntergeladen oder installiert werden, man kann ihn ganz einfach mit jedem gängigen Browser benutzen, egal ob mobil oder auf dem Desktop-Rechner.

Alternativ: Fullscreen-Ansicht der Holobuilder-Szene

Ganz schnell und einfach lassen sich zum Beispiel mehrere Sphären zu einem Rundgang verknüpfen. Es können außerdem Markierungen wie Pfeile oder Ausrufezeichen im Raum platziert werden. Textfelder, Links, Videos und Tonspuren lassen sich ebenso leicht einbinden. Das ermöglicht einen noch vielfältigeren und spezielleren Einsatz unserer Fotosphären, weil HoloBuilder sehr einfach in Webseiten eingebunden werden kann. Da die Software leicht zugänglich und benutzerfreundlich ist, lohnt es sich für jeden, der bereits über 360°-Content verfügt, einen Blick zu riskieren und einfach auszuprobieren.

In unserem Fall haben wir mit HoloBuilder einen Hybriden aus dem 360°-Video mit Audio-Guide und den 360°-Fotosphären erschaffen. Der Benutzer hat hier höchst selbst die Kontrolle darüber, wie lange er an einem Ort verweilen möchte, bekommt aber nach jedem Ortswechsel die entsprechenden Informationen des Audio-Guide vorgespielt.

5: 360° Foto-Rundgang via Google Business View (ohne Audio-Guide)

Von Google Streetview, einem Feature von Google Earth und Google Maps, mit dem sich verknüpfte Fotosphären von abertausenden Straßenzügen auf der ganzen Welt betrachten lassen, haben die Meisten wahrscheinlich schon einmal gehört. Inzwischen hat Google die Idee der virtuellen Welterkundung konsequent weitergesponnen. Mit Google Business View lassen sich nun auch Gebäude wie Restaurants, Hotels oder andere öffentliche Gebäude betreten. Ist der eigenen Betrieb bei Google Maps vertreten, können potenzielle Kunden oder Besucher mit einem einzigen Klick eine Innenansicht abrufen und sich in Eigenregie durch das Gebäude bewegen. Eine Umsetzung dieses Rundgangs durch die IHK erfolgt noch in der nächsten Zeit. Wie Business View aussieht zeigen wir deshalb am Beispiel des Unperfekthauses in Essen.

Ausblick: Apple Maps hat eine 360° Indoor-Fotofunktion angekündigt

Neben der guten Android-Integration von Google Maps / Business View stellt sich ja die Frage wie es denn mit Apple Maps aussieht. Auch hier hat Apple eine Maps-Street-View-Ansicht angekündigt und schon in der Umsetzung. Eine Indoor-Maps-Funktion mit 360°-Content wurde auch schon im letzten Jahr angekündigt. Grund genug für uns die Projektdaten unserer Kunden für eine weitere Aufbereitung via Apple-Maps parat zu haben.

Fazit: Effiziente 360°-Content-Produktion

Eines sollte an diesem Beispiel hoffentlich klar geworden sein: Um Content für das Online-Marketing effizient zu produzieren und zu verbreiten bedarf es einer guten Strategie. So lassen sich Inhalte, die einmal produziert sind, ohne großen Aufwand zielgenau und maßgeschneidert dort einsetzen, wo sie wirken können. Gerade wenn es sich, wie in unserem Beispiel, um neue Darstellungsformen handelt, lassen sich immer weitere neue und spannende Möglichkeiten der Gestaltung und Platzierung finden, die Aufmerksamkeit generieren und Zuschauer zu Kunden werden lassen.

Weitere Informationen zum Thema VR/AR/MR, 360-Video und Co.: #VideoReality
1. 360-Grad-Content im eCommerce (Gastbeitrag im IHK-Onlinemarketing-Blog)
2. 360-Grad-Content: Wie du mit einfachen Mitteln… (Gastbeitrag bei Zielbar.de)
3. #360Video + #VideoVR: 2 Varianten des 360 Grad Videos (VideoReality: Teil 1)
4. Unterschied zwischen VR- und 360-Content (Facebook-Post)
5. HowTo: 360-GradFoto-Produktion  (Facebook-Video)
6. Vortrag: Abrocken mit 360-Grad-Videos und -Fotos (Facebook-Video)
7. Livestream: #HighnoonK3 zum Thema 360-Video (Facebook-Video)

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  1. Pingback: Mit 360-Grad-Audio zum perfekten 360-Grad-Videoerlebnis

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